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Großhandelsware direkt ans Fulfillment-Lager liefern lassen: eine Checkliste für Online-Händler

Stand: 02.11.2026

Ein Großhändler kann direkt an Ihr Fulfillment-Lager liefern, die Regeln macht aber das Lager: Lieferung vorher ankündigen, Kartons und Paletten passend zu dessen Maß-, Gewichts- und Etikettvorgaben schicken und bei Lebensmitteln das Mindesthaltbarkeitsdatum mitteilen. Lassen Sie sich diese Vorgaben vor der Bestellung schriftlich geben. MDH Distribution liefert direkt an die Fulfillment-Lager von Online-Händlern; marktplatzspezifische Vorbereitung wie Barcode-Etiketten planen Sie mit Ihrem Fulfillment-Dienstleister. Stand November 2026.

Kein Mindestbestellwertbestellt wird in ganzen Kartons
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Warum Ware direkt ans Fulfillment-Lager liefern lassen?

Jedes Mal, wenn Ware durch Ihre eigenen Hände geht, zahlen Sie für Transport, Zeit und Lagerfläche. Eine Direktlieferung vom Großhändler an Ihren Fulfillment-Dienstleister oder ein Marktplatz-Lager spart eine Etappe: Die Ware wird einmal ausgepackt, einmal eingebucht und ist schneller verkaufsbereit.

Der Preis dafür ist Genauigkeit. Ein Fulfillment-Lager nimmt Hunderte Lieferungen an und arbeitet nach festen Regeln. Kommt eine Lieferung unangemeldet, mit unbeschrifteten Kartons oder ohne erfasstes Mindesthaltbarkeitsdatum, wird sie womöglich abgelehnt, in einer Klärungszone geparkt oder fehlerhaft eingebucht. Die meisten Probleme beim Wareneingang entstehen durch fehlende Angaben, nicht durch beschädigte Ware.

Was muss das Lager vor der Anlieferung wissen?

Fast jedes Fulfillment-Lager arbeitet mit einem Avis, also einer Lieferankündigung, oft auch ASN genannt. Sie legen es im Portal des Lagers an oder schicken es per E-Mail. Typischer Inhalt: Ihre Referenz oder Bestellnummer, der Absender (Ihr Großhändler), das erwartete Lieferdatum, die Zahl der Pakete oder Paletten und eine Zeile pro Artikel mit EAN und Menge.

Bei Palettenlieferungen verlangen viele Lager zusätzlich ein Zeitfenster, weil Rampen und Personal im Voraus geplant werden. Fragen Sie Ihren Dienstleister schriftlich nach drei Dingen: genaue Lieferadresse samt Rampe oder Tor, die Referenz, die auf jedem Karton und Beleg stehen muss, und die Annahmezeiten.

Geben Sie diese Angaben an Ihren Großhändler weiter, bevor die Bestellung gepackt wird. Hat die Ware das Lager verlassen, lässt sich keine Referenz mehr auf jeden Karton schreiben.

Wie sollten Kartons beschriftet und bemessen sein?

Jeder Karton sollte auf mindestens einer Seite gedruckt, nicht handschriftlich, die Lieferreferenz, die Artikelbezeichnung, die EAN und die enthaltene Menge zeigen. Mischkartons brauchen eine deutliche Kennzeichnung und eine Inhaltsliste; unbeschriftete Mischkartons gehören zu den häufigsten Gründen für einen langsamen Wareneingang.

Fulfillment-Dienstleister und Marktplatz-Lager veröffentlichen eigene Grenzen für Kartongröße und -gewicht, und diese ändern sich gelegentlich. Prüfen Sie die aktuellen Werte in den Richtlinien Ihres Dienstleisters oder den Hilfeseiten Ihres Verkäuferkontos, statt sich auf Zahlen aus Foren zu verlassen. Für das Paketnetz selbst nennt DHL für ein Inlandspaket in Deutschland 31,5 kg und 120 × 60 × 60 cm (DHL, November 2026); Lager setzen pro Karton oft niedrigere Grenzen.

Originalkartons des Herstellers helfen hier. Eine volle Verpackungseinheit hat eine bekannte Stückzahl, ist oft schon mit Artikeldaten bedruckt und lässt sich meist ohne Öffnen einbuchen. Auch deshalb passt der Einkauf in ganzen Kartons so gut zum Fulfillment.

Was gilt für Palettenlieferungen?

Der Standard-Ladungsträger in Europa ist die EPAL-Europalette: 1.200 × 800 mm, 144 mm hoch, rund 25 kg schwer, mit einer sicheren Arbeitslast von 1.500 kg laut European Pallet Association. Ihr Lager entscheidet, welche Ladehöhe und welches Gewicht es annimmt, ob Paletten sortenrein sein müssen oder gemischt sein dürfen und ob Leerpaletten getauscht werden.

Viele Lager erwarten ein Logistiketikett nach GS1-Standard. Laut GS1 Schweden ist die Nummer der Versandeinheit (SSCC) die einzige Pflichtangabe auf dem GS1-Logistiketikett; die Artikelnummer (GTIN) wird Pflicht, wenn kein elektronisches Lieferavis verschickt wurde; eine einheitliche Charge sollte angegeben werden; und Daten wie das Mindesthaltbarkeitsdatum können aufgedruckt werden, bei unterschiedlichen Daten das früheste.

Ob ein Großhändler SSCC-Etiketten erstellen kann, ist unterschiedlich. Fragen Sie vorher und vereinbaren Sie andernfalls mit Ihrem Dienstleister, wie die Palette bei der Ankunft zugeordnet wird.

Warum ist das Mindesthaltbarkeitsdatum beim Wareneingang so wichtig?

Bei Lebensmitteln gehört das Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum nach Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zu den Pflichtangaben auf dem Etikett. Fulfillment-Lager erfassen es meist beim Wareneingang, damit die älteste Ware zuerst rausgeht, und viele legen eine Mindestrestlaufzeit fest, unterhalb derer sie Ware ablehnen oder markieren.

Lassen Sie sich diese Mindestrestlaufzeit schriftlich geben und teilen Sie sie Ihrem Großhändler vor der Bestellung mit. Planen Sie bei Snacks wie Takis oder Samyang Buldak die Mengen so, dass die Ware deutlich vor dem Datum verkauft ist. Ein Karton, der beim Endkunden nur noch wenige Wochen haltbar ist, führt zu Beschwerden und Retouren. Mehr zur Kennzeichnung importierter Lebensmittel steht im Ratgeber Kennzeichnung importierter Snacks.

Welche Belege gehören zur Lieferung?

Mindestens ein Lieferschein oder eine Packliste, die Zeile für Zeile zum Avis passt. Die Rechnung lautet auf Ihr Unternehmen, nicht auf das Lager: Rechnungsadresse sind Sie, nur die Lieferadresse ist das Fulfillment-Lager. Legen Sie beides zusammen ab, denn Marktplätze verlangen bei der Prüfung einer Marke oder eines Angebots mitunter Einkaufsrechnungen.

Liegt Ihr Fulfillment-Lager in einem anderen EU-Land, greifen Umsatzsteuerregeln. Wer eigene Ware in einem anderen Mitgliedstaat lagert als dem, der seine USt-ID vergeben hat, kann dort Registrierungspflichten auslösen. Sprechen Sie vor dem Aufbau mit Ihrem Steuerberater. Die Lieferantenseite der EU-Belege erklärt unser Ratgeber zu Belegen beim EU-Einkauf.

Was geht am häufigsten schief, und wie verhindern Sie es?

Referenz fehlt: Das Lager kann die Lieferung keinem Avis zuordnen. Schreiben Sie die Referenz auf jeden Karton und jeden Beleg.

Mengen weichen vom Avis ab: Passen Sie das Avis an, wenn sich die Auftragsbestätigung ändert.

Kartons zu schwer oder zu groß: Prüfen Sie die Grenzen des Lagers, bevor Sie schwere Artikel wie Getränke bestellen.

Mindesthaltbarkeit unbekannt: Fragen Sie den Großhändler vor dem Versand nach den Daten und tragen Sie sie ins Avis ein.

Marktplatz-Etiketten fehlen: Klären Sie, wer sie anbringt. Viele Fulfillment-Dienstleister bieten das an; vereinbaren Sie es mit ihnen, statt es vom Lieferanten zu erwarten.

Falsches Tor oder geschlossene Rampe: Geben Sie Annahmezeiten und Ansprechpartner an Lieferant und Spedition weiter.

Wie läuft die Lieferung ans Fulfillment-Lager mit MDH?

MDH liefert direkt an Ihr Fulfillment-Lager. Schicken Sie uns vor der Bestellung Lieferadresse, Referenz und Annahmebedingungen per E-Mail oder WhatsApp, und wir bestätigen, was wir umsetzen können. Innerhalb Deutschlands versenden wir per DHL-Paket für 9,99 € pro Bestellung oder bei großen Mengen per Palette und Spedition, in der Regel in 24–48 Stunden; Lieferungen in andere EU-Länder stimmen wir individuell ab. Marktplatz-Vorbereitung wie Produkt-Barcode-Etiketten sagen wir nicht zu, planen Sie das mit Ihrem Dienstleister. Sonderwünsche sind willkommen, und wir sagen Ihnen offen, was möglich ist.

Unsere Ware kommt in ganzen Kartons ohne Mindestbestellwert, so lässt sich leicht eine Testmenge an ein neues Lager schicken. Zur geschäftlichen Seite des Online-Handels lesen Sie unseren Ratgeber für Online-Händler; Produktideen finden Sie unter Ware für Online-Shops. Um Preise zu sehen, legen Sie ein Händlerkonto an; die Freischaltung dauert meist 1–2 Werktage.

Quellen

Häufige Fragen

Kann ein Großhändler direkt an mein Fulfillment-Lager liefern?

Ja, viele können das. MDH Distribution, ein B2B-Großhändler in Mettmann, liefert direkt an die Fulfillment-Lager von Online-Händlern. Schicken Sie uns vor der Bestellung Adresse, Referenz und Annahmebedingungen; innerhalb Deutschlands per Paket oder Palette, in andere EU-Länder auf Anfrage.

Was ist ein Avis?

Eine Lieferankündigung an das Lager vor der Anlieferung, mit Absender, erwartetem Datum, Zahl der Kartons oder Paletten und den Artikeln mit EAN und Menge, meist mit einer Referenznummer.

Bringt MDH Marktplatz-Barcode-Etiketten an?

Vorbereitungsleistungen wie Produkt-Barcode-Etiketten sagen wir nicht zu. Planen Sie sie mit Ihrem Fulfillment-Dienstleister und sprechen Sie Sonderwünsche vorher mit uns ab.

Wie groß ist eine Europalette?

1.200 × 800 mm und 144 mm hoch, rund 25 kg schwer, mit einer sicheren Arbeitslast von 1.500 kg laut EPAL. Die maximale Ladehöhe legt Ihr Lager fest.

Warum will das Lager das Mindesthaltbarkeitsdatum wissen?

Damit die älteste Ware zuerst verschickt wird und Ware unter der Mindestrestlaufzeit abgelehnt werden kann. Lassen Sie sich diese Grenze vor einer Lebensmittelbestellung schriftlich geben.

Auf wen lautet die Rechnung?

Auf Ihr Unternehmen. Nur die Lieferadresse ist das Fulfillment-Lager. Legen Sie Rechnung und Lieferschein für Marktplatzprüfungen zusammen ab.

Kann ich an ein Fulfillment-Lager in einem anderen EU-Land liefern lassen?

Meist ja, aber wer eigene Ware in einem anderen Mitgliedstaat lagert, kann dort umsatzsteuerliche Registrierungspflichten auslösen. Klären Sie das vorher mit Ihrem Steuerberater.

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